90,3 % der Exporte von Januar bis September 2022 waren Verkäufe

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 01.12.2022

  • Nur 1,0 % der deutschen Gesamtexporte wurden zwecks Be- und Weiterverarbeitung ausgeführt
  • 85,9 % der deutschen Importe waren Käufe, nur 3,1 % waren Importe zur Veredelung
  • Beim Handel mit Russland waren fast alle Exporte (96,8 %) und Importe (97,7 %) Verkäufe beziehungsweise Käufe

Der Export von Waren zur Be- oder Weiterverarbeitung im Ausland spielt für die deutsche Wirtschaft nur eine untergeordnete Rolle. Demgegenüber sind die allermeisten Warenexporte Produkte, die ins Ausland verkauft werden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, handelte es sich bei 90,3 % (1.055,7 Milliarden Euro) der von Januar bis September 2022 aus Deutschland exportierten Waren um Verkäufe. Mit dem Ziel der Lohnveredelung, also einer weiteren Be- oder Verarbeitung im Ausland, wurden lediglich Waren im Wert von 11,2 Milliarden Euro exportiert. Das entsprach 1,0 % der deutschen Gesamtexporte von 1.168,8 Milliarden Euro. 3,0 % der Exporte (35,4 Milliarden Euro) waren zuvor in Deutschland einer Lohnveredelung unterzogen worden.

Importseitig waren 85,9 % (958,6 Milliarden Euro) der Gesamtimporte Käufe. Waren mit dem Ziel der Veredelung (Be- oder Verarbeitung) in Deutschland wurden im Wert von 34,2 Milliarden Euro importiert. Das waren 3,1 % der von Januar bis September 2022 verzeichneten Gesamtimporte von 1.116,2 Milliarden Euro. Nach Veredelung im Ausland kamen Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro und damit 1,5 % der Gesamtimporte nach Deutschland zurück.

Im Handel mit Russland waren von Januar bis September 2022 die Verkäufe beziehungsweise Käufe sowohl bei den Exporten (96,8 % der Gesamtexporte, Wert: 11,2 Milliarden Euro) als auch bei den Importen (97,7 % der Importe, Wert: 29,5 Milliarden Euro) deutlich dominierend. Veredelungsgeschäfte waren bei den Exporten nach Russland mit 2,1 % der dorthin exportierten Waren und bei den Importen aus Russland bei weniger als 0,1 % der von dort importierten Waren von untergeordneter Bedeutung.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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