Exportwirtschaft kehrt zurück zur Normalität

AHK-Weltkonjunkturbericht 2013|2014 zeigt Belebung

DIHK, Pressemitteilung vom 15.08.2013

Der Welthandel und damit auch die deutschen Ausfuhren haben ihre Schwächephase überwunden. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle AHK-Weltkonjunkturbericht, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 15.08.2013 vorgelegt hat.

Die Umfrage spiegelt die Einschätzungen aller Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in 85 Ländern zu den Export- und Import- sowie den Wachstumsaussichten wider – und die zeigten sich im Juli zuversichtlich.

"Die Durststrecke für die deutsche Exportwirtschaft ist zu Ende" fasste DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Resultate der Erhebung am 15.08.2013 in Berlin zusammen. "Die deutschen Ausfuhren beleben sich im Jahresverlauf und erreichen ein Wachstum von 2 Prozent." 2014 soll sich das Expansionstempo auf 4 Prozent beschleunigen.

"Allerdings reicht dieses Wachstum nicht aus, um den deutschen Weltmarktanteil zu halten", so Treier weiter. Der Welthandel werde 2013 um 3,8 Prozent zulegen, 2014 um 6 Prozent. Gleichwohl habe Deutschland – auch dank des wieder erstarkten Euro – "schon in diesem Jahr das Zeug, die USA in der Export-Weltmeisterschaft auf Platz drei zu verweisen", sagte der DIHK-Außenwirtschaftschef.

Die Eurozone habe sich aus der Rezession befreit, und Europa gebe der Weltwirtschaft endlich wieder Impulse. Das Wachstumstempo in den USA lege zu, während der Beitrag der Schwellenländer zur Weltwirtschaft geringer sei als gewohnt.

Die Top-10-Exportrangliste Deutschlands bleibe "annähernd stabil", berichtete Treier weiter. Neue Impulse erhalte der Warenaustausch aus Ländern der "vermeintlich zweiten Reihe", aber auch auf dem Heimatmarkt Europa fasse Deutschland wieder Fuß.

Angesichts des harten Wettbewerbs auf den Weltmärkten seien die Unternehmen "auf gute Standortbedingungen daheim angewiesen", mahnte Treier. "Deutschland kann nur europäischer Wachstumsmotor sein, wenn an der Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich gearbeitet wird. Aber das Gegenteil ist der Fall", kritisierte er.

Sie finden das komplette Statement ebenso wie den detaillierten AHK-Weltkonjunkturbereicht 2013|2014 auf der Homepage des DIHK.

Quelle: DIHK