Kommission plant Fördermittel in Höhe von 13,7 Mio. Euro für grenzübergreifende öffentliche digitale Dienstleistungen

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 14.08.2013

Im Anschluss an die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten, der Wirtschaft, den nationalen Verwaltungen, Hochschulen, dem Privatsektor sowie Städten und Gemeinden zur Erleichterung der grenzüberschreitenden Lebens-, Arbeits- Reise-, Studien- und Wirtschaftsbedingungen investiert die Europäische Kommission jetzt 13,7 Mio. Euro, um die grenzüberschreitenden öffentlichen digitalen Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Das neue Projekt mit dem Titel "e-SENS" (Electronic Simple European Networked Services) wird dazu beitragen, die öffentlichen digitalen Dienstleistungen auszubauen, und es Unternehmen leichter machen, in ihren eigenen sowie in anderen EU-Mitgliedstaaten tätig zu sein, also z. B. eine Niederlassung zu gründen, die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen oder sich an öffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen. Außerdem werden die nationalen digitalen Dienstleistungsnetze miteinander verknüpft, um Bürgern zu helfen, die sich im Urlaub, beruflich oder zum Studium in anderen Mitgliedstaaten aufhalten.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte hierzu: "Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die zahlreichen öffentlichen digitalen Dienstleistungsnetze europaweit sicher und effizient zusammenarbeiten können, bringt allen Seiten Vorteile: Die Regierungen können ihre Online-Strategien optimieren, Unternehmen können die Ausgaben für ihre Tätigkeit im Binnenmarkt reduzieren und den Bürgern entsteht weniger Bürokratieaufwand, wenn sie sich in Europa bewegen."

Nachfolgend einige Beispiele, wie die Bürger mithilfe des e-SENS-Projekts die Vorteile des Binnenmarkts optimal nutzen können:

  • Anja hat ein Reisebüro in Litauen, das auf Reisen nach Portugal spezialisiert ist. Sie möchte eine Filiale in Portugal eröffnen, die Reisen in die baltischen Staaten anbietet. Durch die vollständig über das Internet abrufbare zentrale Anlaufstelle SPOCS (Simple Procedures Online for Cross-border Services – Einfache Online-Verfahren für grenzübergreifende Dienste) kann sie sich über die Bedingungen informieren, die sie erfüllen muss, und Online-Unterstützung bei der Abwicklung der Anmeldeformalitäten erhalten.
  • Anja wird außerdem in Kürze ihren Verlobten heiraten. Die Hochzeit findet in seiner Heimatstadt in Spanien statt. Dank des STORK-Moduls kann Anja mit ihrem elektronischen Ausweis online von zu Hause in Litauen aus mit ihrem elektronischen Ausweis ihre Eheschließung anmelden.
  • Karels Gepäck ist auf seinem Flug von Brüssel nach Athen verlorengegangen. Er hielt die von seiner Fluggesellschaft im Rahmen der EU-Rechte für Reisende angebotene Entschädigung für unzureichend. Mit dem e-CODEX kann er jetzt überall in Europa ein Verfahren für geringfügige Forderungen einleiten.
  • Sabrina stellt beim Besuch ihrer Cousinen in Dänemark fest, dass sie ihr Diabetesmedikament aufgebraucht hat. Mit dem elektronischen Rezept des epSOS-Systems kann sie jetzt auch in Apotheken im Ausland ihre Medikamente erhalten.

Mit einer EU-weiten Hochgeschwindigkeits-Breitbandinfrastruktur wird die Effizienz der grenzübergreifenden öffentlichen digitalen Dienstleistungen noch verbessert. Maßnahmen zur Förderung von Investitionen in Hochgeschwindigkeitsnetze sind ein Teil des neuen Pakets, mit dem die Kommission den Kontinent vernetzen will.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.

Quelle: EU-Kommission