Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 17,3 Mrd. Euro

Eurostat, Pressemitteilung vom 16.08.2013

Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum (ER17) im Juni 2013 ein Überschuss von 17,3 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +12,8 Mrd. im Juni 2012. Im Mai 2013 betrug der Saldo +14,5 Mrd., gegenüber +6,2 Mrd. im Mai 2012. Im Juni 2013 stiegen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Mai 2013 um 3,0 % und die Einfuhren um 2,5 %. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Die EU27 wies nach ersten Schätzungen im Juni 2013 einen Überschuss im Warenverkehr mit der übrigen Welt von 9,9 Mrd. Euro auf, gegenüber -1,0 Mrd. im Juni 2012. Im Mai 2013 betrug der Saldo +15,7 Mrd., gegenüber -5,2 Mrd. im Mai 2012. Im Juni 2013 blieben die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Mai 2013 stabil und die Einfuhren stiegen um 1,8 %.

EU27 – ausführliche Ergebnisse für Januar-Mai 2013
Das Defizit der EU27 beim Handel mit Energie verringerte sich (-157,5 Mrd. Euro im Januar-Mai 2013 gegenüber -178,5 Mrd. im Januar-Mai 2012), während der Überschuss für Industrieerzeugnisse anstieg (+163,0 Mrd. gegenüber +133,3 Mrd.).

Die Einfuhren der EU27 aus den wichtigsten Partnerländern verringerten im Januar-Mai 2013 gegenüber Januar-Mai 2012, außer aus der Türkei und aus Indien (je +4 %). Die deutlichsten Rückgänge wurden bei den Einfuhren aus Norwegen und Japan (je -15 %) sowie Brasilien (-13 %) registriert. Im Hinblick auf die Ausfuhren der EU27 zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Die höchste Zunahme wurden bei Ausfuhren in die Schweiz (+33 %) verzeichnet und der stärkste Rückgang bei Ausfuhren nach Indien (-4 %).

Der Handelsüberschuss der EU27 mit der Schweiz (+37,7 Mrd. Euro im Januar-Mai 2013 gegenüber +18,1 Mrd. im Januar-Mai 2012), den USA (+37,4 Mrd. gegenüber +33,0 Mrd.) und der Türkei (+12,2 Mrd. gegenüber +10,5 Mrd.) erhöhte sich. Das Handelsdefizit der EU27 verringerte sich mit China (-52,3 Mrd. gegenüber -56,8 Mrd.), Russland (-39,5 Mrd. gegenüber -43,1 Mrd.), Norwegen (-16,8 Mrd. gegenüber -24,8 Mrd.) und Japan (-1,7 Mrd. gegenüber -5,9 Mrd.).

Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+81,0 Mrd. Euro im Januar-Mai 2013), gefolgt von den Niederlanden (+24,3 Mrd.), Irland (+15,3 Mrd.) und Italien (+8,7 Mrd.). Frankreich (-32,9 Mrd.) verbuchte das größte Defizit, gefolgt vom Vereinigten Königreich (-26,1 Mrd.) und Griechenland (-8,0 Mrd.).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

Quelle: Eurostat