Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 18,2 Mrd. Euro

Überschuss von 10,4 Mrd. Euro für die EU28

Eurostat, Pressemitteilung vom 17.09.2013

Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum (ER17) im Juli 2013 ein Überschuss von 18,2 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +13,9 Mrd. im Juli 2012. Im Juni 2013 betrug der Saldo +16,5 Mrd., gegenüber +12,8 Mrd. im Juni 2012. Im Juli 2013 fielen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juni 2013 um 1,6 % und die Einfuhren um 0,1 %. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Die EU28 wies nach ersten Schätzungen im Juli 2013 einen Überschuss im Warenverkehr mit der übrigen Welt von 10,4 Mrd. Euro auf, gegenüber +1,3 Mrd. im Juli 2012. Im Juni 2013 betrug der Saldo +9,0 Mrd., gegenüber -1,7 Mrd. im Juni 2012. Im Juli 2013 fielen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juni 2013 um 1,0 %, während die Einfuhren um 0,3 % stiegen.

EU28 – ausführliche Ergebnisse für Januar bis Juni 2013
Das Defizit der EU28 beim Handel mit Energie ging zurück (-188,4 Mrd. Euro im Januar-Juni 2013 gegenüber -211,9 Mrd. im Januar-Juni 2012), während der Überschuss für Industrieerzeugnisse anstieg (+195,7 Mrd. gegenüber +164,3 Mrd.).

Die Einfuhren in die EU28 aus den wichtigsten Partnerländern verringerten sich im Januar-Juni 2013 gegenüber Januar-Juni 2012, außer aus der Türkei und aus Indien (je +3 %). Die deutlichsten Rückgänge wurden bei den Einfuhren aus Japan (-16 %), Brasilien (-14 %), Norwegen (-13 %) und Südkorea (-11 %) registriert. Im Hinblick auf die Ausfuhren der EU28 zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Die höchsten Zunahmen wurden bei Ausfuhren in die Schweiz (+33 %) und die Türkei (+7 %) verzeichnet, während Rückgänge bei Ausfuhren in die USA, nach China, Japan und Indien (je -2 %) gemeldet wurden.

Der Handelsüberschuss der EU28 mit der Schweiz erhöhte sich deutlich (+44,2 Mrd. Euro im Januar-Juni 2013 gegenüber +21,2 Mrd. im Januar-Juni 2012) und wies mit den USA (+43,9 Mrd. gegenüber +41,1 Mrd.), der Türkei (+14,9 Mrd. gegenüber +13,0 Mrd.) und Brasilien (+3,6 Mrd. gegenüber +0,3 Mrd.) einen etwas moderateren Anstieg auf. Das Handelsdefizit der EU28 verringerte sich mit China (-62,2 Mrd. gegenüber -68,5 Mrd.), Russland (-44,9 Mrd. gegenüber -49,1 Mrd.), Norwegen (-20,1 Mrd. gegenüber -28,3 Mrd.) und Japan (-1,8 Mrd. gegenüber -6,5 Mrd.).

Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+98,0 Mrd. Euro im Januar-Juni 2013), gefolgt von den Niederlanden (+28,0 Mrd.), Irland (+18,6 Mrd.) und Italien (+12,3 Mrd.). Frankreich (-38,0 Mrd.) verbuchte das größte Defizit, gefolgt vom Vereinigten Königreich (-31,7 Mrd.) und Griechenland (-9,7 Mrd.).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

Quelle: Eurostat